RECHNITZ. OPERA (Anioł Zagłady)

Textfassung

Textfassung |

Mo­ni­ka Mus­kała

Komposition

Komposition |

Woj­tek Blecharz

Personen

Bote Kuta / Phantom Gräfin; Bote Lotocki / Phantom Graf / Historiker; Bote Kosinski / Phantom Podezin / Eichmann / Radiomoderator; Bote Tyndyk / Phantom Oldenburg; Bote Zulewska / Phantom Podezin’s Sekretärin; Bote Smagala / Morawiecki / Politiker aus einem anderen Stück / das Opfer

Orchester

4 Celli.

Aufführungen

 

RECHNITZ. OPERA (Anioł Zagłady) ist eine Oper auf der Grundlage von Jelineks Theatertext

Rech­nitz (Der Wür­ge­en­gel)

für 4 Celli und SchauspielerInnen. Ein Auszug wurde vorab als Teilinszenierung im Rahmen des

War­saw Autumn. In­ter­na­tio­nal Fes­ti­val of Con­tem­po­ra­ry Mu­sic

am 25.9.2018 im

TR Wars­za­wa

in Warschau präsentiert.

Jelineks Theatertext wurde für das von

Mo­ni­ka Mus­kała

verfasste Libretto stark gekürzt. Das Libretto ist in acht Szenen gegliedert: 1. Stimmen der Instrumente, 2. Auf diese Art geht die Welt zugrund, 3. Die Gräfin teilt die Gewehre aus, 4. Argentinien. Kannibalismus, 5. Altpapiersammlung, 6. Die Gräfin ruft zur Jagd, 7. Opferfest, 8. 180 Schüsse. Der Text ist auf Sprechinstanzen aufgeteilt, die Form des Botenberichts aus

Rech­nitz (Der Wür­ge­en­gel)

wurde beibehalten.

Wie bereits Jelineks Theatertext verhandelt

Blechar­zʼ

Oper am Beispiel des Massakers von Rechnitz die Verdrängung und Verharmlosung der Verbrechen des

Na­tio­nal­so­zia­lis­mus

und des Holocaust (

Ju­den­ver­nich­tung

) in

Ös­ter­reich

(

Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung

). Zudem wird, etwa durch die Verarbeitung antisemitischer Aussagen (

An­ti­se­mi­tis­mus

,

Frem­den­feind­lich­keit

) des polnischen Ministerpräsidenten

Ma­te­usz Ja­kub Mo­ra­wi­ecki

, Bezug auf die aktuelle politische Situation (

Po­li­tik

) in Polen genommen.

Blecharzʼ

Komposition ist rezitativisch. Die InstrumentalistInnen sind zugleich PerformerInnen.

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